Positive Bilanz und Denkanstöße beim Verein für Stadtmarketing Winterberg
Mit starken Impulsen hat der Verein für Stadtmarketing Winterberg mit seinen Dörfern auch in diesem Jahr für Bewegung gesorgt. „Das Stadtmarketing ist eine wichtige Säule für die Stadt Winterberg und Bündelungsagentur für übergeordnetes ehrenamtliches Engagement“, brachte es Geschäftsführer Michael Beckmann im Rahmen der Jahreshauptversammlung auf den Punkt.
Unter Leitung des Stadtmarketing-Vorsitzenden Frank Küchler ließen die Mitglieder zwölf aktive Monate Revue passieren. Auf der Agenda stand in diesem Jahr unter anderem der Gestaltungsleitfaden für die Innenstadt. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Züschen wurde eine einheitliche Beschilderung eingerichtet. Zur Profilierung der Ortsteile arbeitet der Stadtmarketingverein intensiv mit verschiedenen Ortsteilen zusammen. So mündete in Grönebach eine Bürgerbefragung in ein Mobilitätsprojekt: Die Erarbeitung von Zielfahrplänen mit der RLG ist ebenso in Arbeit wie der Einführung eines Mobilitätspaten. Erarbeitet werden soll noch ein kleiner Flyer, um das Angebot des kleinen dörflichen „Frühstücksversorgers“ noch besser bekannt zu machen. Doch: „Infrastruktur können wir im Dorf nur halten, wenn wir sie auch nutzen“, betonte Beckmann.
„Altes AIDS – neues AIDS“ war Titel der jährlich stattfindenden Sozialkonferenz, einer Inititative der Projektgruppe Leben unter der Leitung von Gisela Riedel. Nach einer Einführung in das Thema durch Johannes Kleine, AIDS-Berater des Hochsauerlandkreises, gab die Fachstelle „Sexuelle Gesundheit“ des Gesundheitsamtes Einblicke in aktuelle Aufgaben und ihre Angebote. Für November 2012 ist die nächste Sozialkonferenz anberaumt.
Auch im Veranstaltungssektor hat sich im Laufe des Jahres viel getan. Mit seinen Events trug vor allem die Projektgruppe KuKuK zur Bereicherung der kulturellen Landschaft Winterbergs bei. Als Erfolg erwies sich einmal mehr die kulinarische Wanderung. Auch die Kooperation mit dem Stadtmusikverband beim Musiksommer, die gelungene Vermarktung der Weihnachtsmärkte der Ferienwelt Winterberg und die Aufnahme der Theatervereine in einen Flyer, konnte der Stadtmarketingverein auf der Plus-Seite verbuchen.
Ähnlich munter geht es in 2012 weiter. Auf Juli sind ein White Table mit dem Club der Köche und das Open-Air-Kino mit der Sparkasse Hochsauerland terminiert. Die kulinarische Wanderung steht im September an, gefolgt vom Nightgroove im Oktober – letzterer wieder unterstützt von der Volksbank Bigge Lenne. Auch der Wintermarkt von Dezember bis Januar ist etabliert; Sponsoren sind dann erneut die Sparkasse Hochsauerland und RWE.
Weitere Posten im Arbeitspensum des Stadtmarketingvereins sind die aktive Begleitung des Prozesses zur Gestaltung des demografischen Wandels. Ein weites Feld, das es für die Mitglieder zu bearbeiten gilt.
Neu im Vorstand ist Christian Jostes: Nach Ausscheiden von Gerd Nettig als Vertreter für den Bereich Sport hat er den vakanten Posten besetzt. Als Geschäftsführer des Winterberger Krankenhauses wird sich Jostes um das Zukunftsthema Gesundheit, um welches der Bereich Sport erweitert wurde, einbringen. Die Mitgliederversammlung ist zudem der Anregung Beckmanns gefolgt, den Vorstand um einen weiteren Vertreter aus dem Bereich des produzierenden Gewerbes zu erweitern. Im Rahmen des Wirtschaftsforums hat er festgestellt, dass dieser wichtige Wirtschaftsbereich zurzeit keine Stimme habe.
Als Gast begrüßte der Stadtmarketingverein den WIW-Geschäftsführer Peter Kaufmann. Die Wirtschaft in Westfalen (WIW) ist eine Vertriebs- und Marketingplattform für kleine und mittlere Unternehmen, um Informationen, Tipps und Anregungen für den Unternehmeralltag bereitzustellen. Kaufmann referierte zur hoch brisanten Staatsschuldenkrise und deren Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Alle öffentlichen Instanzen seien gefordert, Maßnahmen zu treffen, um das aktuelle Verschuldungsszenario in den Griff zu bekommen, mahnte Kaufmann. Dem stabilen Mittelstand in Südwestfalen bescheinigte er Verantwortungsbewusstsein, Weitsicht und zudem Krisensicherheit.
Seine Ausführungen lösten eine angeregte Diskussion aus. Fazit: Die Informationen zur Verschuldung und zur drohenden Überschuldung müssten seitens der Politik viel deutlicher aufgezeigt werden, so das Plenum. „Politik muss Rahmenbedingungen setzen; ohne die Luft zum Leben zu nehmen“ lautete der Tenor der Mitglieder.
Pressetext, Abdruck honorarfrei
Verein für Stadtmarketing Winterberg mit seinen Dörfern
Jessica Korn
Am Waltenberg 23
59955 Winterberg
Telefon 02981 927 455
www.stadtmarketing-winterberg.de.

