Arbeitskreis Initiative 60 plus schließt seine Bestandsaufnahme ab
Die Auswertung einer Umfrage zum Thema „Angebote für Senioren und Integration“ sowie Ausführungen über eine generationenfreundliche Einkaufswelt standen im Mittelpunkt der dritten Sitzung des Arbeitskreises „Initiative 60 plus – Alt werden in der Stadt Winterberg“.
Dass eine barrierefreie Stadt nicht nur im Sinne der älteren und behinderten Menschen ist, stellte Michael Beckmann in seinem Referat dar. Der Geschäftsführer des Vereins Stadtmarketing Winterberg mit seinen Dörfern zeigte seine Idee einer Einkaufswelt auf, in der sich Eltern mit Kinderwagen genauso mühelos bewegen können wie Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhl. Stufenlose Eingänge, breite Türen und Gänge sind laut Beckmann ein Service, den Einzelhändler einer breiten Kundschaft eröffnen sollten.
Dabei unterscheidet er zwischen Aufgaben, die private Unternehmer übernehmen können und denen, die der Stadt zukommen. Im öffentlichen Raum könnten Sitzgelegenheiten außerhalb von Cafés oder Bordsteine mit Hilfen für Sehbehinderte das Leben in der Stadt bereichern. Öffentliche Toiletten seien jedoch nicht nur Sache der Stadt. Auch die Gastronomie sei gefragt, ihre Toiletten auch Nichtkunden unentgeltlich breitzustellen.
Bereits vor einigen Wochen hatte der Arbeitskreis eine Umfrage auf den Weg gegeben, um den Bedarf an seniorengerechten Angeboten in den einzelnen Ortsteilen zu ermitteln. Ein Fragebogen dazu ging an alle Ortsvorsteher raus. Der Leiter des Arbeitskreises Initiative 60 plus, Walter Hoffmann, teilte den Arbeitskreismitgliedern die Ergebnisse mit. So steht an erster Stelle der Wunsch nach mehr Mobilität durch ein ausgeweitetes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem wurde über das Wohnangebot in den Ortschaften gesprochen. Beklagt wurde der Leerstand von vielen Häusern und die teilweise nicht altersgerechte Wohneinrichtung.
Die Arbeitskreis-Sitzung fand im Josef-und-Herta-Menke-Haus in Silbach statt. Mit 33 Einzel- und 12 Doppelzimmern für 57 Bewohner ist das Seniorenheim nicht nur eine wichtige soziale Einrichtung Winterbergs, sondern mit 55 Pflegern auch ein bedeutender Arbeitgeber. Mit Interesse nahmen die Arbeitskreismitglieder die Einrichtung und ihre Angebote in Augenschein.
Die dritte Sitzung schließt eine Reihe von Sitzungen ab, in denen der Arbeitskreis eine Art Bestandsaufnahme zum Thema „Alt werden in der Stadt Winterberg“ gemacht hat. Nach verschiedenen Vorträgen möchten die Mitglieder einen Maßnahmenkatalog entwerfen, den sie in der nächsten Sitzung diskutieren wollen. Daraus will die Lenkungsgruppe dann Handlungsempfehlungen formulieren.
Hintergrund:
Fünf Arbeitskreise befassen sich zurzeit in der Ferienwelt Winterberg damit, den Folgen des demographischen Wandels entgegen zu wirken: die Arbeitskreise Jugend, Initiative 60 plus, Bildung, Infrastruktur und Arbeit. Engagierte Bürger entwickeln darin Ideen und Projekte, um auch in Zukunft ein lebenswertes Wohnen, Arbeiten und Altwerden in Winterberg und seinen Dörfern zu gewährleisten. Eine Lenkungsgruppe Demographie soll Verzahnung zwischen Politik, Verwaltung und den Unternehmen der Stadt Winterberg gewährleisten und die Arbeitskreise vernetzen. Sie setzt sich darum zusammen aus dem Vorstand des Stadtmarketingvereins sowie den fünf Arbeitskreismoderatoren.
Pressetext, Abdruck honorarfrei
Verein für Stadtmarketing Winterberg mit seinen Dörfern
Jessica Korn
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