Zweite Fragebogenaktion in Grönebach soll Wünsche für Mobilität ermitteln
Die Grönebacher sind erneut gefragt: Welches sind die besonderen Herausforderungen der Mobilität im ländlichen Raum? Welche neuen Ansätze gibt es, sie sicher zu stellen? Antworten auf diese und weitere Fragen soll ein Fragebogen ermitteln. Bei der inzwischen zweiten Umfrage sind die persönlichen Erlebnisse und Erkenntnisse der Bürger gefragt.
Die Befragung ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung bedarfsgerechter Fahr- und Transport-Angebote in und um Grönebach. Die Aktion des Stadtmarketingvereins Winterberg mit seinen Dörfern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Regionalverkehr Ruhr Lippe GmbH (RLG) ergänzt die im Sommer 2011 durchgeführte erste Befragung. Grundlage ist die damals gewonnene Erkenntnis, dass im Bereich der Mobilität Verbesserungen erforderlich sind. Was und wie genau sich die Grönebacher diese vorstellen, wollen die Stadtmarketingverein und RLG mit der erneuten Meinungsforschung konkretisieren und ihre Angebote punktgenau, wenn möglich, darauf ausrichten.
Beim Ausfüllen des Erhebungsbogens greifen die Grönebacher auf eigne Erfahrungen zurück. Der erste Teil befasst sich darum mit konkreten Verbesserungsvorschlägen zur Optimierung der Haltestellen, der Busfahrpläne und der Fahrgastinformation. Genauso gefragt sind grundsätzliche Einschätzungen.
Im zweiten Teil dürfen die Grönebacher ihre Wünsche äußern. In einer älter werdenden Gesellschaft gewinnt das Thema Barrierefreiheit immer mehr an Bedeutung. Älteren Menschen könnte ein Seniorentaxi für Fahrten zum Arzt eine wichtige Hilfe sein. Eine Zentrale für Car-Sharing oder „MobilitätsPaten“, die zu den verschiedenen Angebote informieren und beraten können, wären weitere Möglichkeiten, schnell und günstig ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Auch die junge Generation soll sich in ihrem Heimatdorf wohlfühlen. Ausstattungskriterien wie Musikservice per Kopfhöreranschluss oder Internetzugang per Hotspot könnten zum festen Bestandteil der Linienbusse werden. Ebenso stellen die Akteure den Internetauftritt der RLG auf den Prüfstand.
Auf der Basis der Erhebung wollen die Verantwortlichen neue Mobilitätsangebote schaffen. Zum Beispiel Verleih-Stellen für E-Bikes oder eine Mitfahrzentrale als Sammelstelle im Ort – sofern sich die Bürger dies wünschen. „Bereits beim Barrierecheck 2008 haben wir Verbesserungsbedarf bei Durchfahrtsstraßen und Bushaltestellen aufgedeckt“, erinnert Stadtmarketing-Geschäftsführer Michael Beckmann. Der Öffentliche Personennahverkehr sei ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht die Dörfer zukunftsfähiger zu machen. „Daher bin ich gespannt auf der Ergebnisse unserer Befragung. Sie könnten exemplarisch für andere Orte sein.“
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Jessica Korn
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