Die Arbeitsgruppe „LEBEN“ des Stadtmarketingverein Winterberg mit seinen Dörfern e.V. mit ihrer Sprecherin Frau Gisela Riedel hatte geladen und etwa 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zur 6. Winterberger Sozialkonferenz, die am Montag, 27. April 2009 in der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula abgehalten wurde.
Nach der Eröffnung durch Winfried Borgmann, als 1. Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins, richtete Bürgermeister Werner Eickler ein kurzes Grußwort an alle Teilnehmer. Er machte Ausführungen zum demografischen Wandel in Winterberg. Um die sich hieraus ergebenden Probleme zu bewältigen müsse man u.a. die Chance nutzen, junge Menschen an die Hand zunehmen, um gemeinsam die Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Aber auch die älteren Menschen müssen zur Mitarbeit und Aktivität gewonnen werden. Ab Herbst 2009 sind daher so genannte „Multiplikatorenschulungen“ geplant und Bürgermeister Werner Eickler rief alle Teilnehmer der Sozialkonferenz auf, sich einzubringen, um gemeinsam die Herausforderungen des demografischen Wandels zu gestalten und zu bewältigen.
Frau Riedel ging in ihrer Begrüßung auf die Schwerpunktthemen der diesjährigen Sozialkonferenz „Der Warenkorb“ sowie „Ambulante und stationäre Suchtkrankenhilfe im Haus Nordhang“ ein. Einen besonderen Willkommensgruß richtete sie an Frau Ute Braun von der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula.
Anschließend wurden die Konferenzteilnehmer gebeten, sich kurz vorzustellen. Anwesend waren u.a. Vertreter von Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden, Stadtrat, Caritas, Selbsthilfegruppen, Hochsauerlandkreis und Krankenhaus.
Nach der Vorstellung der 1967 erbauten Mutter-Kind-Klinik „St. Ursula“ durch Geschäftsführerin Ute Braun folgte der Vortrag von Harald Koch (Caritas-Verband Brilon) zur Suchtkrankenhilfe im „Haus Nordhang“. Er gab den Teilnehmern u.a. einen Überblick über die in der Einrichtung zu behandelnden Krankheitsbilder. Das „Haus Nordhang“ besteht seit Februar 1995. In ihm leben z.Zt. 34 Menschen an drei Standorten. Seit der Eröffnung haben 160 Menschen dort Aufnahme gefunden. Die Auslastung liegt momentan bei 98 %, bei einer Mitarbeiterzahl von 17 Personen. Das „Haus Nordhang“ zeichnet sich auch durch ehrenamtliches Engagement aus. So werden Unterrichtsstunden zum Thema „Sucht“ im Gymnasium (Klassen 7) begleitet und der Warenkorb Winterberg wird bei der wöchentlichen Vorbereitung und Durchführung aktiv unterstützt.
Die für den Warenkorb verantwortlichen Mitarbeiterinnen des Caritas-Verbands Brilon Frau Wirsing-Kremser und Frau Harnischmacher stellten das Projekt praxisbezogen vor. Es besteht seit nunmehr zwei Jahren und insgesamt 74 Berechtigungsausweise sind in Winterberg ausgestellt. Rund 200 Personen (davon 82 Kinder) nutzen jeden Mittwoch die Ausgabe der Nahrungsmittel in der Stadthalle. 18 Sponsorenfirmen unterstützen den Warenkorb.
Zum Abschluss der Sozialkonferenz stellte der stellv. Fachbereichsleiter Martin Klaholz die neue Broschüre „Winterberg - Unser soziales Netz“ vor. Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit des Stadtmarketingvereins und der Stadt Winterberg. Die Broschüre bietet einen Überblick über die gesamte Angebotspalette zu kirchlichen Institutionen, Senioreneinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien u.v.m. Das kompakte und handliche Heft ist in öffentlichen Einrichtungen, Banken, Apotheken, Arztpraxen, Einzelhandelsgeschäften, in der Tourist-Information und im Bürger- und Stadthaus erhältlich.
Mit dem Dank von Frau Riedel an alle Anwesenden für Ihr Erscheinen endete die erfolgreiche 6. Winterberger Sozialkonferenz mit der Absicht, auch im nächsten Jahr eine Sozialkonferenz mit einem Schwerpunktthema durchzuführen.

